Vor dem Osterfest ist Kritik an der fehlenden Kennzeichnung von gefärbten Eiern und Eiprodukten in Fertigerzeugnissen laut geworden. Die Verbraucher sollten klare Angaben darüber erhalten, aus welcher Haltungsform die Eier in verarbeiteten Lebensmitteln stammten, forderte vergangene Woche die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann. „Die Richtschnur der Lebensmittelkennzeichnung muss Wahrheit und Klarheit sein“, betonte die Politikerin. Beim Kauf frischer Eier würden dem Verbraucher alle erforderlichen Informationen über die Herkunft und Produktionsweise geliefert. Dies gelte jedoch nicht für Fertigprodukte mit Flüssig- oder Trockeneianteilen. Dort tappe der Verbraucher im Dunkeln und könne nicht erkennen, aus welchem Land die verwendeten Verarbeitungseier kämen und wie die Tiere gehalten worden seien. „Wir brauchen deshalb eine vernünftige Kennzeichnung“, so Connemann. Bei Obst und Gemüse, bei unverarbeitetem und vorverpacktem Fleisch sei die Herkunftsangabe bereits verpflichtend. „Wir sollten diese auf alle Lebensmittel, insbesondere auch auf Milch, auf Fleisch in verarbeiteten Erzeugnissen und auf Flüssigei in Fertigprodukten ausweiten“, schlug die stellvertretende Fraktionsvorsitzende vor.