Demnach würde das Fünfjahresmittel von 47,8 Mio. t nicht erreicht, das enttäuschende Vorjahresergebnis von 45,3 Mio. t allerdings spürbar übertroffen, stellte der DRV zu seiner am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichten zweiten Ernteschätzung 2017 fest. Dem Verband zufolge haben sich die Getreidebestände in den vergangenen Wochen aufgrund der milden Witterung gut entwickelt. Der Vegetationsvorsprung betrage im Vergleich zum langjährigen Mittel insgesamt etwa eine Woche; im Südwesten Deutschlands noch einige Tage mehr. Damit das Getreide sein volles Ertragspotenzial entfalten könne, seien ausreichende Niederschläge, vor allem im Süden und Westen des Landes, erforderlich. Die Weizenernte wird vom DRV mit jetzt 25,26 Mio. t leicht höher als im März und deutlich über dem Vorjahresergebnis von 24,59 Mio. t geschätzt. Für Gerste wird mit 10,89 Mio. t ein Ergebnis leicht über dem Niveau von 2016 erwartet, für Roggen indes wegen der starken Anbaueinschränkung ein Rückgang der Produktion um 160 000 t auf 3,03 Mio. t vorausgesagt. Bei der Sommergerste geht der DRV bei größerer Anbaufläche aktuell von einer Zunahme der Ernte um 130 000 t auf 1,93 Mio. t aus. Für Mais wird weiterhin ein Produktionsanstieg um mehr als 20 % auf etwa 4,5 Mio. t vorausgesagt.