Um im Seuchenfall schnell und flexibel reagieren zu können, wurde in NRW eine Suchhundeeinheit zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) aufgebaut. Am Mittwoch vergangener Woche besuchte Dr. Heinrich Bottermann, Staatssekretär des Umweltministeriums NRW, die Hundeführer bei der Grundausbildung in Olpe. In NRW sei zwar bisher kein ASP-Fall aufgetreten, die Eintragsgefahr, insbesondere durch den Menschen, bestehe aber jederzeit, so Bottermann. Derzeit umfasse das Team 16 Hunde, berichtet Ausbilder Olaf Müller, Forstwirtschaftsmeister beim Landesbetrieb Wald und Holz NRW. Die Hunde werden von Mitarbeitern der landeseigenen Behörden geführt, die sich freiwillig mit ihren Hunden gemeldet haben. Sie sind somit jederzeit einsatzbereit. Vor der Grundausbildung musste jeder Hund einen Eignungstest am Sauengatter absolvieren. Laut Müller dürften die Hunde kein Jagdverhalten zeigen, um die Wildschweine im Ernstfall nicht auseinanderzutreiben. Nach Informationen des Ministeriums finanziert das Land NRW den Aufbau der Hundestaffel aus ASP-Mitteln. Bei Bedarf könne das Team auch in anderen Bundesländern helfen. Neben der Hundestaffel hat das Ministerium weitere Vorsorgemaßnahmen ergriffen. Dazu gehört unter anderem ein Rahmenvertrag mit der Wildtierseuchen-Vorsorge-Gesellschaft.