Die europaweite Kampagne für eine neue Agrarpolitik namens „LivingLand“ hat laut Angaben des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) bereits mehr als 100 000 Unterstützer gefunden. Zudem hätten sich schon mehr als 300 Organisationen und Unternehmen aus vielen gesellschaftlichen Bereichen „zur LivingLand-Version einer fairen, umweltverträglichen, gesunden und global verantwortungsvollen Agrarpolitik“ bekannt, teilte der NABU vergangene Woche in Berlin mit. „Wir wollen eine geeinte und nachhaltige EU, die Mensch und Natur dient“, betonte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Gefordert werde daher von EU-Agrarkommissar Phil Hogan und EU-Haushaltskommissar Günther Oettinger eine andere Verteilung der Agrarsubventionen. Landwirte, die auf ihren Flächen die Artenvielfalt schützten, in mehr Tierwohl investierten oder auf Ökolandbau umstellten, sollten viel mehr Unterstützung erhalten als bisher. „Es dürfen nicht länger Milliarden Euro an Steuergeldern per Gießkanne über die Agrarfläche verteilt werden, unabhängig davon was dort mit Boden, Grundwasser und Klima geschieht“, so Tschimpke.