Mehr Ehrlichkeit in der Debatte über die Rückkehr des Wolfes hat der Umweltbeauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Eberhard Hartelt, vergangene Woche angemahnt. Es dürfe nicht immer nur verharmlosend die Anzahl der Rudel oder erwachsenen Einzeltiere genannt werden, man müsse von über 1 000 Wölfen in Deutschland ausgehen, so Hartelt. Aus seiner Sicht ist eine Regulierung des Wolfes unverzichtbar.
Einen gemeinsamen Antrag zur Einführung einer Weidetierprämie haben die Grünen und die Linke in den Bundestag eingebracht. „Die Bundesregierung muss jetzt ihre Möglichkeit zur Einführung von gekoppelten Zahlungen für Halterinnen und Halter von Schafen und Ziegen nutzen und dies der Europäischen Kommission bis zum 1. August 2018 mitteilen“, erklärten die agrarpolitischen Sprecher beider Fraktionen, Friedrich Ostendorff und Dr. Kirsten Tackmann, vergangene Woche in Berlin. Ihr Ziel ist die Einführung einer Weidetierprämie ab Anfang 2019. Die Arbeit der Schäferinnen und Schäfer sei zentral für den Natur-, Arten-, Hochwasser- und Klimaschutz sowie zum Schutz der biologischen Vielfalt. Gleichzeitig sei die Weidetierhaltung die in der Gesellschaft anerkannteste Nutztierhaltung. Trotzdem sinke die Zahl der schafhaltenden Betriebe und besonders der Wanderschäferinnen und -schäfer durch deren prekäre Einkommenssituation dramatisch, heißt es in dem Antrag.