Der Landesverband Nordrhein-Westfalen des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hat gefordert, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Naturschutzgebieten und angrenzenden Pufferzonen zu verbieten. Betroffene landwirtschaftliche Nutzflächen sollten nur noch nach den Kriterien des ökologischen Landbaus bewirtschaftet werden, erklärte der Landesverband am Montag vergangener Woche im Rahmen seiner „Wahltour Natur“. Dies sei notwendig, um das Insektensterben „zumindest lokal“ zu stoppen und gleichzeitig den Schutz der Artenvielfalt mit der Ausweitung des ökologischen Landbaus zu verbinden. Mit Blick auf den Erhalt der Artenvielfalt betonte der NABU-Landesvorsitzende Josef Tumbrinck, dass gerade Insekten einen überwiegenden Teil der Biodiversität ausmachten und eine „bedeutende Rolle“ im Naturhaushalt spielten. Wolle man den Verlust der Artenvielfalt stoppen, müsse man den Niedergang der Insektenfauna aufhalten.