Die Bundesregierung widmet sich intensiv den neuen molekularbiologischen Züchtungstechniken. Das Bundeslandwirtschaftsministerium startete dazu in der vergangenen Woche seine Dialogreihe. Deren Ziel ist es nach Angaben des Ministeriums, eine fundierte Beurteilungsbasis zu den neuen molekularbiologischen Techniken zu schaffen. Dazu werden der wissenschaftliche Sachstand zu den Techniken und insbesondere deren Anwendungsbereiche dargestellt und diskutiert. Zeitgleich mit dem Beginn der Dialogreihe gab das Bundesforschungsministerium eine neue Förderinitiative zur Anwendung molekularer Züchtungstechniken bekannt. Insgesamt stellt das Forschungsressort 6 Mio. € für einen Zeitraum von zwei Jahren zur Verfügung. Die Initiative ist Teil der „Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030“ des Ministeriums. „Wir können mit neuen Techniken wie dem sogenannten CRISPR/Cas-Verfahren von der Natur lernen und sie nachahmen“, erklärte Ressortchefin Prof. Johanna Wanka. Die CDU-Politikerin sprach von „revolutionären neuen Methoden“, die weiterentwickelt und erforscht werden müssten.