18 - Praxistaugliche Weiterentwicklung der Landwirtschaft

Seine Forderung nach einer schrittweisen Weiterentwicklung der Landwirtschaft hat der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, bekräftigt. „Unser Anspruch ist, möglichst schnell praktikable Verbesserungen bei den offenen Fragen zu erreichen“, so Rukwied in einem Interview mit dem dlz agrarmagazin. Mit seinem Positionspapier „Veränderung gestalten“ zeige der DBV den Weg dahin auf. „Wenn die Gesellschaft Veränderungen will, ist unser erster Schritt zuzuhören, der zweite zu verstehen und der dritte die Botschaft wir wollen Veränderungen gestalten‘“, beschreibt der DBV-Präsident eine zentrale Botschaft des Papiers. Über den letzten Schritt sei man inzwischen längst hi­naus. Rukwied: „Wir sind bereits in der Umsetzung.“ Ausdrücklich warnt der Bauernpräsident vor überzogenen Erwartungen. Die Vergangenheit habe gelehrt, dass die Landwirtschaft Übergangszeiten für Veränderungen benötige. „In der Stringenz und in der zeitlichen Abfolge war manche gesetzliche Regelung überzogen“, kritisiert Rukwied. Dies habe zum Ausstieg insbesondere bäuerlicher Familienbetriebe geführt, „die strukturpolitisch eigentlich gewollt sind“. Deshalb fordere der Bauernverband in den Veränderungsprozessen „praxisnahe und praxistaugliche Lösungen“. Daran müssten Wissenschaft, Wirtschaft sowie die Landwirtschaft mit bäuerlichem Sachverstand arbeiten.