2016 weniger Weizen und Gerste

In Deutschland zeichnet sich eine etwas kleinere Getreideernte als im Vorjahr ab. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) geht in seiner vergangene Woche veröffentlichten ersten Prognose für 2016 von einem Getreideaufkommen in Höhe von 48,3 Mio. t aus, womit das Vorjahresergebnis um 0,6 Mio. t unterschritten würde.

Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre von 47,2 Mio. t könnte damit aber immer noch um gut 2 % übertroffen werden. Bei einer nahezu unveränderten Gesamtanbaufläche rechnet der DRV derzeit mit geringeren Durchschnittserträgen beim Weizen und bei Gerste. Laut der Prognose werden die Weizenernte mit 26,17 Mio. t um 1,7 % und die Gerstenernte mit 11,41 Mio. t um knapp 2 % hinter dem jeweiligen Vorjahreswert zurückbleiben. Die erwarteten Mindermengen beim Wintergetreide dürften aber durch höhere Erträge beim Körnermais teilweise kompensiert werden. Nach den im vergangenen Jahr trockenheitsbedingten Ausfällen erwartet der Raiffeisenverband bei dieser Kultur neben einer etwas größeren Anbaufläche von 462 000 ha Erträge, die um fast 9 % über denen der letzten Ernte liegen sollen. Beim Roggen veranschlagt DRV mit knapp 3,3 Mio. t eine im Vergleich zum Vorjahr um etwa 6 % geringere Erntemenge. Grund dafür ist den Verbandsangaben zufolge die Einschränkung der Anbauflächen auf 580 000 ha. Bei den Sommerkulturen geht der DRV derzeit von einem praktisch unveränderten Anbauumfang aus.