Die Vereinten Nationen (UN) haben 2026 zum internationalen Jahr der Landwirtin ausgerufen. Eine entsprechende Resolution hat die UN-Generalversammlung am Freitag vergangener Woche einstimmig angenommen. Wie die Ernährungs- und Landwirtschafts-organisation der Vereinten Nationen (FAO) hierzu weiter mitteilte, sind die Staaten, UN-Organisationen und weitere Akteure wie Unternehmen und die Wissenschaft dazu aufgefordert, im Aktionsjahr das Bewusstsein für die entscheidende Rolle von Bäuerinnen für die Ernährung und Armutsbekämpfung zu schärfen. Die FAO erhofft sich zudem politische Strategien und Maßnahmen zur Bekämpfung der Hindernisse und Herausforderungen, mit denen Bäuerinnen in Agrar- und Ernährungssystemen konfrontiert sind. In einem Report zum Status von Frauen im Ernährungssystem kommt die FAO zu dem Ergebnis, dass Frauen weltweit 39 % der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft stellen. Allerdings würden sie erheblich diskriminiert, etwa beim Zugang zu Produktionsressourcen, zu sicheren und hochwertigen Arbeitsplätzen und einer gerechten Entlohnung. Auch an Entscheidungsprozessen seien sie seltener beteiligt als Männer.
Mit dem internationalen Jahr der Landwirtin soll die zentrale Rolle von Bäuerinnen, wie Anna Kleinheßling, Kreislandwirtin von Wesel, in den Fokus rücken.