Simulationsverfahren können zukünftig in der Landtechnik helfen, Sensorsysteme ohne die teuren und aufwendigen Feldversuche zu prüfen und zu optimieren. Das hat sich im Rahmen des Doktorandentreffens Agrartechnik bestätigt, bei dem sich 25 angehende Doktoren von acht Fachhochschulen und Universitäten aus ganz Deutschland an der Hochschule Osnabrück über ihre Forschungen austauschten. Vorgestellt wurde unter anderem auch ein 3D-Simulationsmodell, das gleich mehrere Sensorsysteme kombinieren soll. „Mit Hilfe von Simulationen sollen so automatisierte Fahrzeugfunktionen von Landmaschinen getestet werden, die durch Umfeldsensoren gesteuert werden“, erläuterte Doktorand Jannik Redenius. Das erhöhe nicht nur die Sicherheit, sondern entlasteten auch den Maschinenbediener. Die komplexen Arbeitsprozesse der Landmaschinen und Sensoren abhängig von Gelände- und Pflanzeneigenschaften realitätsnah zu simulieren, sei gerade bei Modellen zur Ernte eine Herausforderung. Der Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachwuchsförderung der Hochschule Osnabrück, Prof. Bernd Lehmann, hob hervor, dass die Agrarsysteme der Zukunft die unterschiedlichsten Fachdisziplinen miteinander verknüpften. Er rief die Jungakademiker dazu auf, schon jetzt die Chance zu nutzen, Kontakte zu pflegen und sich über die verschiedenen Fachbereiche hinweg zu vernetzen.