22 - Fusarium in Weizen nicht vergessen

Jetzt Mitte Mai ist aus Sicht der Krankheitskontrolle im Weizen nichts Spektakuläres zu vermelden. Durchweg ist der Weizen noch recht gesund. Was prophylaktisch getan werden kann, erläutert Hermann Hanhart, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Schneeschimmel spielt noch keine Rolle – nur, wenn viel Regen kommt, könnte die Krankheit auftreten. Foto: Hermann Hanhart

Mehltau ist in einigen Sorten, wie zum Beispiel in Elixer, die wichtigste Krankheit. Gelbrost hat bisher noch keine Rolle gespielt. In anfälligen Sorten, wie Rumor, Benchmark oder Johnny, sind vereinzelt erste Gelbrostnester zu finden. Ohne Behandlung könnte sich Gelbrost jetzt stärker ausbreiten. Auch Septoria tritici hat 2017 einmal mehr in NRW fast keine Bedeutung. Nur in anfälligen Frühsaaten ist etwas mehr Befall aufzufinden. Selbst wenn in der zweiten Maihälfte Infektionswitterung auftreten sollte mit viel und oft Regen, wird Septoria tritici keine Bedeutung mehr bekommen. Halmbasiskrankheiten sind ebenso wenig weit verbreitet. Am häufigsten findet man nach Mais stärkere strichelförmige Verbräunungen, verursacht durch Fusarium. Cercosporella kommt weniger vor als in den Vorjahren.

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