Mehr Engagement in der Aus- und Weiterbildung hat der Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Werner Schwarz, angemahnt. „Der Berufsstand muss sich auf allen Ebenen und Bildungsbereichen verstärkt dafür einsetzen, nicht nur die Ausbildungszahlen der Agrarberufe stabil zu halten, sondern auch die Qualität der beruflichen Bildung arbeitsmarktorientiert und nachhaltig zu sichern“, erklärte Schwarz anlässlich einer Sitzung des DBV-Fachausschusses für Berufsbildung in Tangermünde und Iden. Ziel müsse es sein, den steigenden Fach- und Führungskräftebedarf in der deutschen Landwirtschaft längerfristig zu sichern. Der Fachausschuss betonte nach DBV-Angaben die zunehmende Bedeutung der Ausbildungsqualität in Bezug auf Inhalte, Vermittlungsmethoden und die Ausbildungsorganisation. Vorgestellt wurden in diesem Zusammenhang die Ergebnisse eines berufsständischen Projekts zur Qualitätssicherung und -verbesserung der landwirtschaftlichen Berufsausbildung. In dem Vorhaben werden Qualitätsleitfäden für verschiedene Akteure in der Umsetzungspraxis sowie ein Fachglossar für Bildungsakteure erarbeitet. Laut DBV-Angaben nahm die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge in den „grünen“ Berufen im laufenden Ausbildungsjahr 2016/17 bundesweit um 1,6 % zu. Einem Plus von 3,4 % in Westdeutschland steht allerdings ein Rückgang um 5,4 % im Osten gegenüber. Der Beruf Landwirt entwickelte sich in Westdeutschland stabil, in Ostdeutschland leicht rückläufig.