Ein auf Nanotechnologie basierendes System zur Applikation von kleinsten Mengen fungizider Wirkstoffe hat die Testphase erreicht. Wie das Max-Planck-Institut für Polymerforschung (MPI-P) mitteilte, wurden jetzt in einem Testfeld des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Rheinpfalz mehr als 100 Weinstöcke mit der neuen Technologie behandelt. Dazu seien Teilchen von weniger als einem Millionstel Meter Größe mit einem fungiziden Wirkstoff gefüllt und direkt in den Stamm der Reben eingebracht worden. Die Nanoteilchen bestehen aus einem Holzbestandteil. Der zu bekämpfende Pilz, der das Holz der Reben angreift, zerstöre daher auch die Nanopartikel und setze dadurch das Pflanzenschutzmittel frei. Die Methode sei geeignet, den Schädling auch innerhalb der Rebstöcke zu bekämpfen. Weitere Vorteile seien die geringen Wirkstoffmengen sowie deren lang anhaltende und langsame Freisetzung. Mit den ersten Ergebnissen rechnen die Forscher schon in wenigen Wochen; die Reben sollen aber noch über mehrere Jahre beobachtet werden.