22 - Notbremse bei EU-Ökoverordnung ziehen

Im Vorfeld der letzten Runde des Trilogs zur Revision der EU-Ökoverordnung haben die Gegner des derzeitigen Vorschlags nochmals ihre ablehnende Haltung bekräftig. Der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, betonte am Dienstag vergangener Woche, dass das neue Biorecht mit den jetzt vorgelegten Vorschlägen nicht umsetzbar sei. Es handele sich um einen „völlig unpraktikabler Vorschlag“, der nur zu einem „Wust von Daten“ führe und dabei den Blick auf für die Ökokontrolle relevante Informationen verstelle. Weder Bauern, Verarbeiter und Händler noch die Behörden könnten das umsetzen. Prinz Löwenstein forderte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf, „in Brüssel die Notbremse“ zu ziehen und sprach sich erneut für einen Neustart „auf Basis des bewährten geltenden Biorechts“ aus. Dafür habe Schmidt die Rückendeckung von den Bundesländern und vom Bundestag, unterstrich der BÖLW-Vorsitzende.