22 - Schmidt wirbt in den USA für Freihandel

Eine positive Bilanz seiner dreitägigen Nordamerika­reise hat Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt gezogen. „Die Agrar- und Ernährungspolitik muss auf die großen Herausforderungen der Zukunft ausgerichtet werden“, erklärte Schmidt nach seinem Gespräch mit dem neuen US-Landwirtschaftsminister Sonny Perdue, das vergangene Woche in Washington stattfand. Sein Ziel sei es deshalb, ein Verständnis für Europa und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) zu schaffen und für den Freihandel zu werben, so Schmidt. Er habe seinen US-amerikanischen Amtskollegen dazu eingeladen, sich konstruktiv in die Umsetzung der Beschlüsse des Agrar­strangs der deutschen G20-Präsidentschaft einzubringen. Neben Handelsfragen ging es bei der Unterredung nach Angaben des Berliner Agrarressorts um eine Zusammenarbeit bei der Gestaltung der Agrarpolitik sowie in der Forschung, im Bereich der Digitalisierung im ländlichen Raum sowie zu Fragen der Ernährungssicherung. Zuvor hatte der Minister bei seinem Treffen mit dem kanadischen Landwirtschaftsminister Lawrence MacAulay das Interesse beider Seiten an einer Umsetzung des zwischen der EU Union und Kanada ausgehandelten Freihandelsabkommens (CETA) unterstrichen. Schmidt bezeichnete CETA als „Vorreiter für moderne Freihandelsabkommen in der Zukunft“.