Mit Blick auf den Brexit hat EU-Agrarkommissar Phil Hogan erneut vor zu starken finanziellen Zugeständnissen gegenüber den Landwirten im Anschluss an die geplante Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 gewarnt. Der Ire wies am Rande des informellen Agrarrates am Montag vorvergangener Woche in Malta darauf hin, dass das verfügbare Budget momentan nicht seriös festgestellt werden könne, solange die finanziellen Trennungsmodalitäten mit den Briten noch nicht geklärt seien. Allerdings stellte der Agrarkommissar klar, dass die Europäische Union ihre Verpflichtungen an die britischen Landwirte einhalten werde, solange diese Teil der Gemeinschaft seien. Voraussetzung sei allerdings, dass das Vereinigte Königreich sich bis dahin – wie vereinbart – an der Finanzierung beteilige. Die Gemeinschaft der EU-27 pocht in ihren Verhandlungsdirektiven darauf, dass Großbritannien alle seine finanziellen Verpflichtungen gegenüber Brüssel erfüllt; im Raum stehen hier Summen von bis zu 100 Mrd. €. Allerdings wollte eine Sprecherin des Auswärtigen Rates diese Zahl nicht bestätigen.