23 - Französische Bauern fordern intensivere Wolfsbejagung

In den Bergregionen der französischen Pyrenäen und Alpen haben die Weidetierhalter aufgrund zunehmender Tierrisse immer größere Probleme mit dem Wolf. Die kleinbäuerlich orientierte Confédération paysanne fordert nun, das Jagdrecht auszuweiten. Bei vermehrten Schäden in den Weidetierbeständen müsse die erlaubte Zahl der Wolfsabschüsse, die gegenwärtig bei 38 Tieren liegt, erhöht werden, forderte der zweitgrößte französische Bauernverband am Dienstag vergangener Woche. Die Ausweitung des Jagdrechts sei notwendig, weil sich die Wolfspopulation in Frankreich trotz erfolgter Entnahme von Einzeltieren stark ausgeweitet habe und damit auch die Schäden bei den Weidetierhaltern. Die Confédération verwies dabei auf neueste Schätzungen des Nationalen Büros für Jagd und Wildtiere (ONCFS), denen zufolge innerhalb des letzten Jahres die Wolfspopulation von 292 auf 360 Tiere und damit um mehr als ein Fünftel gestiegen ist. Im vergangenen Jahr gab es den Daten zufolge im gesamten französischen Staatsgebiet 2 766 Attacken durch Wölfe auf Weidetiere, die eine Entschädigungssumme von 21,4 Mio. € nach sich ­zogen.