Das Umweltbundesamtes (UBA) kommt in einem aktuell veröffentlichten Bericht zu dem Schluss, dass das Trinkwasser aus den großen zentralen Anlagen in Deutschland „eine sehr gute Qualität“ besitzt. Wie aus dem Bericht im Einzelnen hervorgeht, überschreitet das Trinkwasser aus den großen zentralen Anlagen schon seit Jahren nicht mehr den Grenzwert für Nitrat. Weniger als ein Promilleteil der betreffenden, in den Jahren 2014 bis 2016 untersuchten Proben wiesen mehr als 50 mg Nitrat pro Liter auf. Grenzwertüberschreitungen seien, wie schon in den Vorjahren, „absolute Einzelfälle“, stellt das UBA fest. Auch bei nahezu allen mikrobiologischen und chemischen Qualitätsanforderungen hielten mehr als 99,9 % der Proben die strengen rechtlichen Vorgaben ein. Sehr häufig würden Nichteinhaltungen von Grenzwerten beziehungsweise Anforderungen spontan und nur sehr kurzzeitig auftreten oder sie ließen sich durch geeignete Abhilfemaßnahmen bereits binnen weniger Tage oder Wochen abstellen. In der Verbraucherinformation geben das Bundesgesundheitsministerium und des UBA die Ergebnisse zu Untersuchungen über die Qualität Trinkwasser in Deutschland im Zeitraum von 2014 bis 2016 bekannt. Überwacht werden im Trinkwasser auch 267 Parameter für Pflanzenschutzmittel und Biozidprodukte. Laut Angaben des UBA hat auch hier nur eine geringe Anzahl den niedrigen Grenzwert von 0,1 µg/l, und dies auch nur geringfügig. Konkret übertrafen lediglich bei zehn Wirkstoffen oder Metaboliten bis zu 1 % der Proben diesen Wert. Aus den gemessenen Konzentrationen resultiere keine Gesundheitsgefahr, stellte das Amt klar. Grenzwertüberschreitungen für das giftige Schwermetall Blei kamen dem UBA zufolge in weniger als 0,1 % der Proben vor. Schuld daran seien nicht die Natur oder Wasserwerke, sondern bleihaltige Leitungen oder Armaturen in den Häusern und Wohnungen selbst. Veraltete Installationen seien meist auch die Ursache, wenn zu viel Kupfer, Nickel und Cadmium im Wasser vorkämen.