24 - Großflächige Hagelschäden

Schwere Unwetter in der norditalienischen Region Lombardei haben gravierende Schäden auf den Feldern und in den Weinbergen verursacht. Wie der dortige Landwirtschaftsverband Coldiretti am Dienstag vergangener Woche mitteilte, geht man derzeit von einer Schadenshöhe von mehreren 10 000 € aus. Hagel, Platzregen und heftige Stürme hätten Maiskulturen geschädigt, Weizenfelder umgelegt, Gewächshäuser abgedeckt und Überdachungen für Heu zerstört. Die am stärksten betroffenen Provinzen dürfen dem Verband zufolge Treviso, wo vor allem Weinreben für Prosecco, ­Cabernet und Merlot betroffen waren, sowie Cremona sein, wo es vor allem Mais und Weizen traf. Coldiretti erinnerte daran, dass es in diesem Jahr bereits binnen weniger Monate ungewöhnlich hohe Temperaturen, Fröste und Dürren gegeben habe, und sprach von einem „verrückten Frühling“. Für den Verband sind die jüngsten Ereignisse eine „weitere Demonstration“ des Klimawandels mit zunehmenden Wetterextremereignissen, die die landwirtschaftliche Produktion, Anlagen und ­Infrastruktur schädigen. Allein die bisherigen Ereignisse in diesem Frühling ­hätten einen Gesamtschaden in Höhe von rund 1 Mrd. € verursacht.