Einem internationalen Forschungsteam unter der Leitung des Instituts für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel ist es gelungen, in dänischen Wildpopulationen der Zuckerrübe ein zweites Rizomania-Resistenzgen zu identifizieren. Wie die Universität vergangene Woche mitteilte, können die neuen Erkenntnisse gezielt bei der Zucht verlässlich resistenter Sorten genutzt werden. So sei es nun möglich, resistente von anfälligen Jungpflanzen zu unterscheiden. Außerdem könne jetzt die von der betreffenden Sequenz kontrollierte Resistenzreaktion der Zuckerrüben auf molekularer Ebene untersucht werden. Der bisher in Zuckerrüben genutzte genetische Resistenzmechanismus sei in den vergangenen Jahren immer öfter vom Krankheitserreger umgangen worden, erklärten die Wissenschaftler. Die Existenz des von ihnen untersuchten Resistenzmechanismus sei zwar bereits bekannt gewesen, aber nur in eher ertragsarmen Rübensorten vorhanden.