25 - Biodieselbranche fürchtet Konkurrenz

Ab August dieses Jahres könnte mit „unfairen Mitteln geförderter“ Biodiesel aus Argentinien den europäischen Markt für alternative Kraftstoffe überschwemmen. Das zumindest befürchtet der Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB). Wie ein Verbandssprecher am Montag vergangener Woche erläuterte, werden Rohstoffexporte wie Soja oder Sojaöl von dem südamerikanischen Land mit sehr hohen Ausfuhrzöllen belegt, was das Sojaangebot dort groß und billig werden lasse. Biodiesel könne daher günstig hergestellt werden; zudem werde der Export des Endproduktes kaum mit Zöllen belastet. Im Ergebnis liege der Preis des argentinischen Biokraftstoffs deutlich unter dem für Biodiesel aus europäischer Produktion. Zwar habe die Europäische Kommission im Jahr 2013 gegen diese „Differential Export Tarifs“ (DETs) Anti-Dumping-Strafzölle eingeführt, räumte der VDB-Vertreter ein. Die von Argentinien gegen diese Strafzölle angestrengten Verfahren seien jedoch zunächst erfolgreich gewesen. Allerdings habe die EU-Kommission gegen das Urteil des Gerichts Rechtsmittel eingelegt und gegenüber der WTO angekündigt, ihre Begründung für die Anti-Dumping-Zölle nachzubessern. Gelinge es aber nicht, die Zölle WTO-konform zu begründen, könnte ab dem 10. August argentinischer Biodiesel wieder zu Dumpingpreisen die europäischen Märkte fluten.