Neuer Präsident des Weltbauernverbandes (WFO) ist der Südafrikaner Theo de Jager. Der Obstbauer und Holzproduzent wurde vergangene Woche in Helsinki von der WFO-Generalversammlung zum Nachfolger des Neuseeländers William Rolleston gewählt, der den Weltbauernverband seit Herbst 2016 kommissarisch geleitet hatte. Zuvor war die frühere WFO-Präsidentin Dr. Evelyn Nguleka im Zusammenhang mit Vorwürfen über die mögliche Veruntreuung von Entwicklungsgeldern zurückgetreten. Die Sambierin ist Anfang dieses Jahres überraschend gestorben. De Jager ist seit 2013 Präsident der Konföderation der Bauernverbände des südlichen Afrika. Der 54-Jährige war von 2014 bis 2017 Präsident des Pan-Afrikanischen Bauernverbandes (PAFO). Der neue Weltbauernpräsident kündigte in Helsinki an, er werde sich für die Anliegen der Bauern auf der politischen Weltbühne einsetzen. Es gehe darum, ihnen etwa bei den internationalen Klimaverhandlungen oder gegenüber den Vereinten Nationen (UN) eine Stimme zu verleihen. De Jager versicherte, er wolle die Interessen aller Mitglieder ungeachtet von Betriebsgröße und Herkunft vertreten.