25 - Streit um Ferkelkastration

Mit großem Unverständnis hat die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) auf die ablehnende Haltung der Bundestierärztekammer (BTK) zur Lokalanästhesie bei der Ferkelkastration durch Tierhalter reagiert. Der Veterinärverband hat dem sogenannten „vierten Weg“ als weitere Alternative für die ab 2019 verbotene betäubungslose Ferkelkastration eine Absage erteilt, weil eine örtliche Betäubung eine „anspruchsvolle und risikobehaftete tierärztliche Tätigkeit“ sei, die nicht in Laienhand gehöre. Die ISN wirft der BTK eine Blockadehaltung vor, die den Verdacht der Besitzstandswahrung nahe lege. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt solle sich davon nicht beirren lassen, sondern seine Unterstützung für diese Alternative zur betäubungslosen Kastration aufrechterhalten. Mehrfach habe der Minister sich aufgeschlossen gegenüber dem „vierten Weg“ gezeigt, so auch beim parlamentarischen Abend der ISN Ende Mai in Berlin. Dort habe er einer Erforschung und einer Überprüfung der Lokalanästhesie durch die Tierhalter zugestimmt.