Mit Blick auf den anhaltenden Flächenverbrauch in Deutschland fordert der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) die Entwicklung von kurzfristigen und kleinräumlichen Flächensparzielen in den Ländern und Kommunen. Das Bauen am Ortsrand dürfe nur die „absolute“ Ausnahme sein, betonte der Nabu-Referent für Siedlungsentwicklung, Henry Wilke, am Montag vergangener Woche in Berlin. Das Bauen im Bestand sowie die Sicherung und Aufwertung von innerstädtischen Grünflächen müssten sich zum Regelfall entwickeln. Nabu-Präsident Olaf Tschimpke kritisierte die Maßnahmen der Bundesregierung zur Flächenproblematik. Die Vorgaben der Politik seien „nebulös“ und „wenig konkret“. Statt „ambitionierte“ Ziele zu setzen und diese zu qualifizieren, verschiebe die Regierung lediglich das alte, nicht erreichte Ziel um weitere zehn Jahre, beklagte Tschimpke. Nach Ansicht des Nabu hat nicht zuletzt die Neufassung des Baugesetzbuches eine flächensparende Siedlungsentwicklung „konterkariert“.