27 - DMK Group will Werke schließen

Das Deutsche Milchkontor (DMK) will mit einem neuen Standortkonzept seine Produktionskapazitäten straffen. Der größte deutsche Milchverarbeiter reagiert damit nach eigenen Angaben auf die Kündigungen von Milcherzeugern. Aufgrund der geringeren Milchmengen von bis zu 1,7 Mrd. kg in den kommenden beiden Jahren würden die Werke in Rimbeck und Bad Bibra nicht mehr weitergeführt, teilte das Unternehmen am Mittwoch vergangener Woche mit. Aus demselben Grund werde am Standort Nordhackstedt in Schleswig-Holstein die Konfektionierung von Käseaufschnitt eingestellt. Die Schließungen würden frühestens im ersten Quartal 2018, in Nordhackstedt frühestens Mitte 2018 erfolgen, hieß es bei der DMK. Von den Maßnahmen betroffen sein wird dem Molkereikonzern zufolge voraussichtlich auch das Werk in Bergen auf Rügen. Ursache dafür seien die zu hohen Produktionskosten des „Rügener Badejunge“, einer beliebten ostdeutschen Weichkäsesorte. Das jährliche Defizit an diesem Standort hat sich für die DMK zuletzt auf rund 2 Mio. € belaufen. Der Molkereikonzern will sich spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2019 die Produktion des Käses in das thüringische Rotkäppchen-Werk in Altenburg verlagern. Die Standortschließungen bedürfen laut DMK noch der Zustimmung durch den Aufsichtsrat. Den 270 Mitarbeitern in den Werken sicherte das Unternehmen eine umfassende Unterstützung zu. Die anderen DMK-Standorte in Deutschland und den Niederlanden mit rund 7 000 Mitarbeitern seien von den Maßnahmen nicht betroffen.