27 - Nährstoffeffizienz durch Kalk verbessern

Die neue Düngeverordnung reglementiert und begrenzt den Stickstoff- und Phosphateinsatz auf Acker- und Grünland. Umso wichtiger ist es, dass die eingesetzten Nährstoffe optimal zur Wirkung kommen. Kalk hat hierbei eine zentrale Funktion. Die Bedeutung einer regelmäßigen Kalkung für die pflanzliche Produktion unter Berücksichtigung der Vorgaben der neuen Düngeverordnung erläutert Birgit Apel, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Beim kleinen Mais liegt der pH-Wert bei 4,2, beim großen Mais wurde pH 4,8 gemessen. Foto: Norbert Hermelingmeier

Kalk ist der Motor für die Bodenfruchtbarkeit. Mit Kalk wird die Bodenstruktur verbessert, die Aktivität der Mikroorganismen im Boden gefördert und dem Boden der wichtige Pflanzennährstoff Calcium zugeführt. Zudem spielt der optimale pH-Wert bei der Verfügbarkeit von Nährstoffen und der Immobilisierung von Schadstoffen eine zentrale Rolle. Die chemische Wirkung des Kalkes beruht auf dem Zusammenhang zwischen dem pH-Wert als Maß für den Kalkversorgungszustand und der Verfügbarkeit der Nährstoffe. Bei Eisen, Mangan, Kupfer und Zink nimmt die Löslichkeit mit steigendem pH-Wert ab, bei Bor und Molybdän ist es genau umgekehrt. Phosphat weist sowohl bei mit weniger als 5,5 zu niedrigen als auch bei zu hohen pH-Werten von mehr als 7,0 eine schlechtere Verfügbarkeit für die Pflanze auf. Extrem niedrige pH-Werte führen zu einer höheren Löslichkeit von Schwermetallen. Insbesondere bei Weizen führt dies zu einer erhöhten Cadmium-Aufnahme. Unter 4,7 kann es zudem zu Wurzelschädigungen durch Aluminium- und Manganionen kommen.

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