Nachbesserungen bei den Steuerungsmechanismen der Agrarförderung empfiehlt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vielen der von ihr erfassten Ländern in ihrem aktuellen Bericht „Agricultural Policy Monitoring and Evaluation 2017“. Wie die OECD in der am Mittwoch vergangener Woche vorgelegten Publikation ausführt, bringen preisbezogene Maßnahmen oft eine Verzerrung des internationalen Handels und somit auch der Märkte mit sich, was mittelbar wiederum zum Nachteil der Bauern reicht. Im Erfassungszeitraum 2014 bis 2016 flossen laut OECD fast 60 % der Fördergelder im Schnitt der Mitgliedsländer in die Stützung der nationalen Preise, wenn diese über dem internationalen Niveau lagen. Als weitere „kontraproduktive Formen der Unterstützung“ für die Erzeuger werden produktionsmengengebundene Zahlungen genannt, obgleich diese auf den meisten Märkten eine untergeordnete Rolle spielten. Die OECD rät den Ländern zu einer Reform ihrer Agrarpolitik, weg von einer Unterstützung der nationalen Preise und hin zu einer Förderung der allgemeinen Dienstleistungen mit gesamtgesellschaftlichen Vorteilen.