27 - Tendenziell niedrigere Fallzahlen

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Die ungünstige Witterung vor und während der Getreideernte hat bei den Kornqualitäten bundesweit Spuren hinterlassen. Regional sind aber große Unterschiede festzustellen. Das zeigt eine erste Abschätzung des Max-Rubner-Instituts (MRI). Laut Institut seien aber derzeit wegen der verzögerten Ernte und der sehr unterschiedlichen Bedingungen generelle Aussagen über die gesamte Qualität der Getreideernte 2017 noch nicht möglich. Die ersten Analysen des MRI belegen allerdings, dass insbesondere durch Trockenheit und Hitze beeinflusster Winterweizen in den südlichen und südwestlichen Landesteilen in der Regel überdurchschnittliche Proteingehalte bei eher schwachen Hektolitergewichten aufweist. Weizen aus konventionellem Anbau erreiche als Folge des feuchten Erntewetters in diesem Jahr nicht die Fallzahlwerte der vergangenen Jahre, stellt das Institut fest. Hierin dürfte neben dem Hektolitergewicht für die Mühlen der häufigste Grund für Qualitätsreklamationen gegenüber ihren Lieferanten zu finden sein. Ebenfalls auffällig sei die aktuell sehr niedrige Mehlausbeute. Ein erhöhter Feuchtklebergehalt im Schrot lasse allerdings gute Backqualitäten erwarten. Bei Roggen zeichneten sich unterdurchschnittliche Fallzahlen ab, was wiederum verringerte Amylogrammwerte zur Folge habe. Der Mineralstoffgehalt im Korn sei leicht überdurchschnittlich und führe bei einer ungünstigen Verteilung zu einer niedrigen Mehlausbeute.