Die Union zur Förderung von Oel- und Proteinpflanzen (UFOP) hat auf die strukturelle Überversorgung an den Rohstoffmärkten verwiesen und eine faktenbasierte „Tank-Teller-Diskussion“ angemahnt. Mit Blick auf ihren aktuellen „Versorgungsbericht 2016/2017“ hob die Förderunion am Montag vergangener Woche den positiven Effekt der Biokraftstoffe und des Bioenergiesektors auf die Preise und die Wertschöpfung hervor. Nach Analyse der UFOP sind dies die einzigen zusätzlichen Wertschöpfungsbereiche, die in den vergangenen 20 Jahren „spürbar“ zur Einkommensstabilisierung der landwirtschaftlichen Erzeuger beigetragen haben. Der Verband verweist vor allem auf die hohe Integrations- beziehungsweise Kopplungseignung in bestehende Verteilungssysteme und Anwendungen. In ihrem Versorgungsbericht informiert die UFOP unter anderem über die hohe Lagermenge an Futtergetreide für 2016/17 mit weltweit 255 Mio. t. Gleichzeitig räumt der Verband ein, dass die Versorgungsbilanz bei Ölsaaten und Pflanzenölen relativ eng sei. Das sei vor allem auf die stetig wachsende Nachfrage nach Soja für die Tierfütterung, besonders in China, zurückzuführen. Von der intensiven Preisdynamik profitiere aber letztlich auch der Rapsanbau in Deutschland und in der Europäischen Union. Mit Blick auf die nun beginnende Abstimmung im Europäischen Parlament über die Neufassung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie bekräftigte die UFOP ihre Forderung, „zumindest das Erreichte“ und damit das Investitionsvertrauen im Bereich der Biokraftstoffe und der Bioenergie nicht in Frage zu stellen.