28 - Höfesterben in Frankreich verlangsamt

In Frankreich hat sich der Strukturwandel in der Landwirtschaft verlangsamt. Wie der Statistische Dienst beim Pariser Agrarressort (Agreste) kürzlich mitteilte, wirtschafteten 2016 auf dem französischen Festland noch 437 000 Betriebe; das waren 11 % weniger als bei der vorherigen Erhebung im Jahr 2010.

Zwischen diesen beiden Untersuchungen ist die Anzahl der Landwirte jährlich im Mittel um 1,9 % zurückgegangen und damit deutlich weniger stark als im Zeitraum zwischen den Erhebungen von 2000 und 2010, als jährlich 3 % der Landwirte ausgeschieden waren. Laut Agreste betrifft das Höfesterben insbesondere die Tierhaltung. Insgesamt verringerte sich die Anzahl der Betriebe mit Tierhaltung gegenüber der vorangegangenen Erhebung um 15 %. Besonders betroffen waren Höfe, die Fleischrinder und Milchkühe hielten; ihre Zahl ging um 34 % zurück. Die Schweine- und Geflügelhaltung gaben 26 % der Unternehmen auf, während die Zahl der Mischbetriebe um 22 % abnahm. Weiter zugenommen hat den Pariser Statistikern zufolge dagegen die durchschnittliche Größe der bewirtschafteten Fläche; diese erhöhte sich gegenüber 2010 um 7 ha auf 63 ha.