Der Anbau von Sojabohnen und anderen Leguminosen soll in vielen Ländern der Europäischen Union weiter forciert werden. Dazu unterzeichneten die Landwirtschaftsminister aus insgesamt 14 EU-Mitgliedstaaten am Rande des Agrarrats am Montag vergangener Woche die „Europäische Soja-Erklärung“ (ESE), die gemeinsam von Deutschland und Ungarn erarbeitet worden ist. Zu den Unterzeichnern gehörten des Weiteren unter anderem Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, die Slowakei und Österreich. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt stellte mit Blick auf die heimische Eiweißproduktion fest, dass diese derzeit gegenüber importierten Produkten nicht konkurrenzfähig sei. Heimisches Soja sei allerdings gentechnikfrei und der Importware in Bezug auf die Nachhaltigkeit deutlich überlegen. Kritik übte der Minister an der Entscheidung, den Pflanzenschutzmitteleinsatz auf Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) zu untersagen. Dies verpasse dem Eiweißpflanzenbau in Deutschland einen „zusätzlichen Rückschlag“. Mit der Unterzeichnung der Soja-Erklärung „setzen wir ein Signal, uns stärker für den Leguminosenanbau einzusetzen“, betonte Schmidt.