Gesonderte Unterstützungs- und Ansiedlungsleistungen für medizinisches Fachpersonal auf dem Land hat der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) gefordert. „Die Weichen für ein zukunftsfähiges und menschenwürdiges Gesundheitssystem“ im ländlichen Raum „müssen jetzt gestellt werden“, erklärte der BDL-Vorsitzende Sebastian Schaller am Donnerstag vergangener Woche in Berlin. Inzwischen sei nicht nur ein Mangel an Ärzten, sondern auch an medizinischen Fachkräften wie Hebammen und Pflegern in der Fläche zunehmend spürbar. Wenn der Termin beim Physiotherapeuten zur belastenden Tagesreise werde, könne etwas nicht stimmen, so Schaller. Gebraucht würden Maßnahmen, die die Arbeit auf dem Land für einen Teil der insgesamt 5,3 Mio. im Gesundheitssystem beschäftigten Menschen attraktiver mache. Wenn Konzepte für medizinische Versorgungszentren, Telemedizin, Gemeindeschwestern, ambulante Sprechstunden und mobile Praxen endlich umgesetzt würden, sei das für alle Beteiligten ein Gewinn.