Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat beim Besuch eines Milchviehbetriebes in Schleswig-Holstein den Milcherzeugern Rückendeckung gegeben. Sie versprach, mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner und dem Kieler Agrarminister Dr. Robert Habeck über die Probleme der Milchbauern zu sprechen und Bedingungen zu schaffen, mit denen mittlere Milchviehbetriebe gut existieren könnten. „Dieser Berufsstand muss investieren. Diese Investitionen verlangen eine gewisse Sicherheit für die Zukunft“, betonte die Kanzlerin am Donnerstag vergangener Woche auf dem Milchviehbetrieb der Familie von Ursula Trede in Nienborstel. Die Kanzlerin löste mit ihrem Besuch ein der Milchbäuerin im Wahlkampf gegebenes Versprechen ein. Merkel zeigte sich nach einem Rundgang und Gesprächen mit der Betriebsleitung in ihrem Abschlussstatement beeindruckt, mit wie viel Engagement und Liebe für die Tiere Familie Trede ihren Milchbetrieb führe. Milchbäuerin Trede zog eine positive Bilanz des Besuchs auf ihrem Hof: „Ich freue mich, dass Frau Merkel trotz einer auf welt- und bundespolitischer Ebene sicher arbeitsintensiven Zeit ihre Zusage gehalten und uns besucht hat, um mehr über unseren Alltag und die Probleme in der Milchwirtschaft zu erfahren.“ Die Kanzlerin habe im privaten Gespräch echtes Interesse „an unserem Leben und unserer Situation gezeigt und viele interessierte Fragen zu unserem Milchmarkt-Krisenmanagement-Konzept gestellt“. An einem solchen Tag seien sicher keine ganz konkreten Zusagen zu erwarten, so Trede. Aber wenn das gezeigte Interesse von Frau Merkel dazu führe, dass die Bundeskanzlerin in Berlin und Europa ein paar Anstöße in die richtige Richtung gebe und für Bewegung sorge, dann habe der Tag das erhoffte Ergebnis gebracht.