In Thüringen ist ein Angriff von Wölfen auf eine Schafherde labortechnisch bestätigt worden. Wie das Erfurter Umweltministerium am Mittwoch vergangener Woche mitteilte, ergab eine Analyse des Genmaterials an den vor zehn Tagen gerissenen Schafen im Jonastal, dass tatsächlich ein Wolf die Tiere angefallen hat. Laut Staatssekretär Olaf Möller wird das Ressort den betroffenen Schafhalter unbürokratisch und zügig entschädigen. Nach geltender Richtlinie erhalte er den Ersatz für den Schaden der getöteten Tiere, die Sachschäden, Tierarztkosten und Kosten für die Tierkörperbeseitigung. Den Angaben des Ministeriums zufolge starben bei der Bissattacke am 9. Juli insgesamt elf Tiere, ein weiteres gilt noch immer als vermisst. Unterdessen stand der Wolf am Donnerstag vergangener Woche auch im baden-württembergischen Landtag zur Diskussion. Der Sprecher für ländlichen Raum und Verbraucherschutz der FDP-Fraktion, Dr. Friedrich Bullinger, stellte hierzu fest, dass die zentrale Frage zum Wolf die sei, ob dessen Rückkehr für die Kulturlandschaft einen Mehrwert biete oder ob diese zum Rückzug der ökologisch wichtigen Weidetierhaltung führe.