31 - Den Anbau richtig planen

Es ist wieder soweit: Es gilt, den Anbau für die kommende Saison zu planen. Vielfach sind die einzelnen Kulturen gesetzt und auch der Anbauumfang für die einzelnen Kulturen wird sich gegenüber den letzten Jahren nicht grundlegend ändern. Dennoch macht es Sinn, die Planung immer wieder zu hinterfragen und bei den sich ändernden Rahmenbedingungen mit den aktuellen Daten zu hinterlegen, meint Hans Jürgen Hölzmann, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, in seinem Beitrag.

Die Zuckerrübe zeigt sich als die Anbaualternative Nr. 1. Foto: agrar-press

Während man sich so langsam an den globalen und volatilen Markt gewöhnt hat, stellt sich die Frage, ob die relativ starren Fruchtfolgen im Ackerbau noch zeitgemäß sind oder ob man noch viel flexibler auf die sich ändernden Rahmenbedingungen reagieren muss. Neben dem Markt und der Witterung setzt jetzt auch die Politik wieder verstärkt Akzente, obwohl sie sich schon vor Jahren aus der direkten Preisgestaltung zurückgezogen hat. In erster Linie sind hier zu nennen: die Förderung der Agrarumweltmaßnahmen, politische Entscheidungen der EU oder einzelner Nationalstaaten in Form von Embargos und auch währungspolitische Einflüsse (Euro/Dollar-Kurs), die verstärkt Einfluss auf das Marktgeschehen nehmen. Die Anbauplanung für den Acker wird dadurch nicht einfacher, da es gilt, die Veränderung der Rahmenbedingungen und die Fruchtfolgewirkungen monetär zu bewerten und mit den Deckungsbeitragserwartungen der einzelnen Kulturen zu kombinieren. Neben dem Ansatz des Ertrages und der Qualität erfordert der Ansatz der zu erwartenden Erzeugerpreise höchste Konzentration. Dabei kommt es insbesondere auf die Unterschiede zwischen Zuckerrüben, Raps und Weizen an, die verschiedenen anderen Getreidepreise hingegen leiten sich weitgehend vom Weizenpreis ab.

Mehr in LZ 31-2017, S. 16