Frankreich wird die Umschichtung von Finanzmitteln aus der Ersten in die Zweite Säule von 3,3 % auf 4,2 % erhöhen. Wie das Landwirtschaftsministerium am Donnerstag vergangener Woche weiter mitteilte, soll so der Bedarf der Zweiten Säule bis 2020 gesichert werden. Dies sei erforderlich, da durch die Ausweitung verschiedener Maßnahmen Finanzierungslücken entstanden seien, etwa für benachteiligte Gebiete (ICHN), bei der Förderung des Ökolandbaus oder der Stärkung der Ernteausfallversicherungen. Ressortchef Stéphane Travert betonte, dass er die Positionen der verschiedenen Interessengruppen abgewogen und in seine Entscheidung einbezogen habe. Die kurzfristigen Entscheidungen dürften aber den mittelfristigen Zielen der Runden Tische zur Agrar- und Ernährungswirtschaft nicht im Wege stehen, stellte der Minister klar. Nur ein neuer und verantwortungsvoller Dialog werde zu Lösungen führen, die den Landwirten ein würdevolles Auskommen und den Verbrauchern eine gesunde, nachhaltige und sichere Ernährung ermöglichten.