Die Europäische Union hat ihr Schulobst- und ihr Schulmilchprogramm in einem einzigen Rechtsrahmen zusammengeführt. Das neue Programm ist am Dienstag vergangener Woche an den Start gegangen. Wie die Europäische Kommission aus diesem Anlass mitteilte, sind die neuen Vorschriften nun auf mehr Effizienz, eine gezieltere Förderung und eine verstärkte pädagogische Dimension ausgerichtet. Derzeit nähmen 24 Mitgliedstaaten an dem alten Obstprogramm teil; beim alten Milchprogramm seien es 28 Länder. Im vergangenen Jahr hätten rund 20 Mio. Kinder vom Milchprogramm und etwa 11,7 Mio. Kinder vom Obstprogramm profitiert. Von den für das Schuljahr 2017/18 angesetzten EU-Mitteln in Höhe von 250 Mio. € werden nach Angaben der Brüsseler Behörde 150 Mio. € für Obst und Gemüse sowie 100 Mio. € für Milch bereitgestellt. Deutschland bekommt laut Kommissionsangaben eine Mittelzuweisung von insgesamt 36,7 Mio. € und ist damit der größte Bezieher innerhalb der EU, vor Frankreich mit etwa 35,1 Mio. € und Italien mit 31,0 Mio. €. Geringer fallen die Überweisungen unter anderem nach Spanien mit 19,2 Mio. € und Rumänien mit 17,7 Mio. € aus. Eine Vielzahl von Ländern bekommt Zuweisungen im einstelligen Millionenbereich, darunter Bulgarien mit 3,8 Mio. €. Die kleinsten Fördermengen gehen erwartungsgemäß an Luxemburg und Malta mit jeweils rund 500 000 €.