Die Bündnisgrünen wollen das Staatsziel Tierschutz „mit Leben füllen und ein Tierschutzgesetz schaffen, das diesen Namen auch verdient“. Tiere dürften nicht weiter wie Ramschware oder Produktionseinheiten behandelt werden. „Wir wollen sie um ihrer selbst willen schützen. Wir wollen Tieren eine Stimme geben und dafür im Bund ein Verbandsklagerecht für Tierschutzorganisationen einführen und eine Bundesbeauftragte beziehungsweise einen Beauftragten für Tierschutz einsetzen“, erklärten Agrarsprecher Friedrich Ostendorff und Tierschutzsprecherin Nicole Maisch von der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen am Montag vergangener Woche anlässlich des 15-jährigen Jubiläums des Staatsziels Tierschutz im Grundgesetz. Die Verankerung des Tierschutzes ins Grundgesetz sei damals ein riesiger Erfolg gewesen. Doch seither sei viel zu wenig passiert. „Die Jahre von 2005 bis 2017 waren verlorene Jahre für den Tierschutz“, kritisierten Ostendorff und Maisch. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt sei ein Totalausfall in Sachen Tierschutz. Mit seinem Credo der „freiwilligen Verbindlichkeit“ sei er krachend gescheitert.