33 - Ammoniak-Emissionen gestiegen

Die Ammoniak-Emissionen in der EU sind zuletzt wieder angestiegen. Das geht aus einem Mitte Juli veröffentlichten Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) hervor. Demnach überstiegen im Jahr 2015 mehrere EU-Mitgliedstaaten, nämlich Frankreich, Deutschland und Spanien sowie die betroffenen 15 EU-Staaten als Ganzes ihre jeweiligen NH3-Emissionsgrenzwerte, die im Rahmen des Göteborg-Protokolls der Vereinten Nationen zum Übereinkommen über weiträumige grenzüberschreitende Luftverunreinigung (LRTAP) festgelegt wurden. Immerhin seien die Ammoniakemissionen zwischen 1990 und 2014 um 23 % gesunken, räumte die EEA ein. Im Jahr 2015 erhöhten sich die Werte jedoch wieder um 1,8 %. Die EEA betonte, dass rund 94 % der Ammoniakemissionen in Europa aus der Landwirtschaft stammten, vor allem aus der Gülle- und Mistlagerung sowie der Aufschlämmung und Verwendung von anorganischen Stickstoffdüngern. Die anderen Hauptschadstoffe, die unter das LRTAP fielen, seien dagegen seit 1990 erheblich gesunken, da­runter auch die drei Luftschadstoffe, die in erster Linie für die Bildung von Ozon verantwortlich seien, nämlich Kohlenmonoxid, flüchtige organische Verbindungen ohne Methan sowie die Stickoxide.