33 - Beizen - bester Schutz von Anfang an

Gesundes Saatgut kann unter günstigen Bedingungen ohne Beize ausgesät werden. Wenn aber nicht auszuschließen ist, dass das Saatgut mit pilzlichen Krankheiten belastet ist oder die Saatbedingungen ungünstig sind, sollte nicht auf die Saatgutbeizung verzichtet werden. Sie ist eine kostengünstige Maßnahme zur Vermeidung von Pflanzenverlusten und zur Sicherung eines hohen Ertrages, meint Ursula Furth, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Gerstenhartbrand kann mit dem Gerstenflugbrand verwechselt werden. Foto: Ursula Furth

Schwerpunktmäßig richtet sich die Saatgutbeizung gegen samenbürtige Krankheiten, die ausschließlich durch eine Beizung bekämpft werden können. Hierzu zählen in Wintergerste Streifenkrankheit, Hartbrand und Flugbrand, in Winterweizen Flugbrand und Steinbrand und in Roggen Roggenstängelbrand. Darüber hinaus ist die Auflaufsicherung des Getreides für einen gezielten Bestandsaufbau besonders wichtig. Ursache für einen schlechten Feldaufgang sind häufig ungünstige Saatbedingungen. Mit ungünstigen Saatbedingungen sind falsche Saattiefen, späte Aussaaten unter nassen Bedingungen gemeint. Hier bietet die Beizung auch einen Schutz vor bodenbürtigen Erregern wie dem Schneeschimmel (Fusarium nivale).

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