33 - Deutsche Fleischproduktion rückläufig

Die gewerblichen Schlachtbetriebe in Deutschland haben im ersten Halbjahr 2017 rund 4 Mio. t Fleisch produziert; das waren 85 900 t oder 2,1 % weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Damit zeichnet sich eine Trendwende am deutschen Fleischmarkt ab, denn in den vergangenen vier Jahren war die Erzeugung stetig gestiegen und hatte 2016 mit 8,25 Mio. t ein Rekordniveau erreicht. Dazu beigetragen hatten insbesondere Zuwächse in der Schweine- und Geflügelfleischproduktion. Wie aus den am Montag vergangener Woche vom Statistischen Bundesamt (Destatis) veröffentlichten vorläufigen Schlachtdaten hervorgeht, waren im bisherigen Jahresverlauf jedoch bei allen Fleischarten Produktionsrückgänge zu verzeichnen. Der Grund dafür war das oftmals geringere Schlachtviehaufkommen. Das machte sich insbesondere am Schweinemarkt bemerkbar, wo die Zahl der gewerblich zerlegten Tiere gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 um 701 400 Stück oder 2,4 % auf 28,65 Mio. Schweine zurückging. Dabei verringerte sich das Angebot an ausländischen Schlachttieren um 337 300 Stück oder 14,3 %, dasjenige aus heimischen Ställen um 364 200 Schweine oder 1,4 %. Bei einem nur wenig veränderten Schlachtgewicht von durchschnittlich 94,3 kg ging die Schweinefleischerzeugung um 2,2 % auf 2,70 Mio. t zurück.