33 - Verbot in Schutzgebieten gekippt

Foto: imago

Während die Vorgaben für neonikotinoide Pflanzenschutzmittel und gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der Europäischen Union zunehmend verschärft werden, bewegen sich die Vereinigten Staaten in die entgegengesetzte Richtung. Die Naturschutzbehörde ­(USFWS) kassierte in der vorvergangenen Woche ein Verbot, dass den Einsatz von Neonikotinoiden sowie den Anbau von GVO bei der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung in Schutzgebieten untersagt hatte. Der stellvertretende Direktor der Behörde, Gregory Sheehan, verwies auf den Futterbedarf insbesondere von Wasser- und Zugvögeln, zu deren Schutz viele der Refugien eingerichtet worden seien. Dort unterstütze die Landwirtschaft unter anderem durch verschiedene Ackerfrüchte die Bestände, erreiche oftmals aber nicht die vorgeschriebenen Produktionsziele. Daher will sich die US-Naturschutzbehörde nun die Möglichkeit offen halten, durch den Anbau von GVO oder den Einsatz von Neonikotinoiden die Produktion zu steigern. Es könne Situationen geben, in denen der Anbau von GVO oder der Einsatz von Neonikotinoiden notwendig sei, um die Funktion der Schutzgebiete zu erhalten und der Ansprüchen der Wildtiere gerecht zu werden, erklärte Sheehan. Die jeweiligen Entscheidungen würden künftig auf Einzelfallbasis getroffen.