34 - Ausmaß des Fipronil-Skandals noch unklar

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Auch in der vierten Woche nach dem Bekanntwerden von Fipronil-Rückständen in Eiern und Eiprodukten herrschte noch keine Klarheit über das tatsächliche Ausmaß des Skandals in Deutschland. Während der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer am Mittwoch vergangener Woche vor dem Landtag in Hannover von mindestens 35,3 Mio. belasteten Eiern sprach, die möglicherweise von den Niederlanden allein nach Niedersachsen gelangt seien, hielt das Bundeslandwirtschaftsministerium bis Ende letzter Woche an der eigenen Einschätzung von 10,7 Mio. Eiern fest. Meyer berief sich bei seinen Angaben auf Informationen des EU-Schnellwarnsystems für Lebens- und Futtermittel (RASFF). Demgegenüber hatte das Berliner Agrarressort am gleichen Tag davor gewarnt, dass die „rein mathematische“ Zusammenfassung der Daten des Schnellwarnsystems zu einer „massiven Überschätzung“ der Gesamtzahl an belasteten Eiern führen könnte. Zudem seien nicht alle gemeldeten Eier auch in den Handel gelangt. Gegenüber Agra-Europe ergänzte eine Sprecherin des Ministeriums, dass aktuelle Zahlen immer nur eine Momentaufnahme darstellten, die auf die Risikobewertung keine Auswirkung hätten.