Die Getreideernte ist mancherorts miserabel ausgefallen und den Viehhaltern fehlt das Futter. An der Misere sollen die Bauern auch noch selbst schuld sein. Wir haben RLV-Präsident Bernhard Conzen und Josef Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW, zum Gespräch gebeten, um zu klären, was da dran ist.
Das Fazit des Streitgesprächs auf einen Blick:
- Das Klima verändert sich. Die Landwirtschaft rangiert weit hinter anderen Verursachern von Klimagasen.
- Weil sie Kohlendioxid speichern kann, kann die Landwirtschaft dabei helfen, die Konzentration in der Luft zu verringern (CO2-Senke). Diese Leistung könnte über Zertifikate bezahlt werden.
- Die Rahmenbedingungen sorgen für Druck auf die landwirtschaftlichen Erzeuger und deren Einkommen. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Geschäftsmodell des Lebensmitteleinzelhandels.
- Wie Landwirte ausreichend Einkommen erwirtschaften können, darüber gehen die Ansichten auseinander: Transferzahlungen der Gesellschaft stehen dem gegenüber, als Unternehmer in freier Entscheidung zu wirtschaften.
Lesen Sie dazu LZ 2018-34 S. 14-17