Um Getreide einen möglichst konkurrenzlosen Start in die nächsten Monate zu ermöglichen, gilt es, die Flächen unkrautfrei zu bekommen. Wie und womit, erläutert Günter Klingenhagen, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.
In diesem Sommer gab es auffällig viele Felder, auf denen im Mai Ackerfuchsschwanz über dem Getreide stand – trotz Einsatz von Atlantis. Zum Teil ist die schlechtere Wirkung auf die späteren Anwendungstermine zurückzuführen. Witterungsbedingt wurde meist erst im April behandelt. Wenn es sich um bekannte Problemflächen handelt, muss man aber davon ausgehen, dass Atlantis gegen einen Großteil der übriggebliebenen Pflanzen nicht mehr ausreichend wirksam ist. Fällt Atlantis für diese Flächen aus, kann in gewisser Weise freier geplant werden. So ist Triticale konkurrenzstärker als Weizen und auch Wintergerste kommt wieder ins Spiel. Auch sie besitzt ein höheres Unterdrückungsvermögen als Weizen. Wird zudem der Saattermin in Höhenlagen auf die letzte Septemberdekade und in Niederungslagen in die erste Oktoberdekade verlegt, ist eine gute Ausgangsposition gegeben. Der Rest muss über die direkte Bekämpfung erledigt werden.
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