34 - Junglandwirte wollen zeitgemäße Tierställe bauen

Der Bund der Deutschen Landjugend (BDL) hat sich im Vorfeld der Bundestagswahlen für vereinfachte Genehmigungen von tierschutzrelevanten Baumaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben stark gemacht. Dazu gehöre unbedingt auch die Beibehaltung des privilegierten Bauens im Außenbereich für Landwirte, betonte der Verband am Dienstag vergangener Woche in einer Pressemitteilung. „Langwierige Genehmigungsverfahren bremsen Innovation und vermehrten Tierschutz aus. Oft schon dadurch, dass sie den Bau neuer, zeitgemäßer Ställe verzögern“, erklärte der stellvertretende BDL-Vorsitzende, Christoph Daun. Verschärfte Regeln im Baugesetzbuch würden sich negativ auf die betrieblichen Entwicklungsmöglichkeiten auswirken, denn wenn Stallbauvorhaben eine bestimmte Größe erreichten, müssten sie in einer Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) ein Genehmigungsverfahren durchlaufen. Das sei nicht nur wegen der Langwierigkeit des Verfahrens schwierig, sondern auch, weil es verschiedene gesetzliche Regelungen im Umwelt-, Hygiene- und Tierschutzrecht mit zum Teil konkurrierenden Zielen gebe. Einerseits würden größere Ställe mit mehr Bewegungsfreiheit, vielfältigem Einstreuangebot und Außenklimakontakt für die Tiere gefordert, andererseits sollten aber auch Emissionen vermieden werden, erläuterte Daun einen der Zielkonflikte.