34 - Schwächeres Wachstum in Neuseelands Milchwirtschaft

In den vergangenen 20 Jahren hat sich die Milcherzeugung in Neuseeland mehr als verdoppelt. Doch nun soll erst einmal Schluss sein mit den kräftigen Wachstumsraten. Davon geht zumindest die Rabobank in Neuseeland in einer längerfristigen Markteinschätzung aus und macht dafür Umweltauflagen und begrenzte Ressourcen verantwortlich. Nach Angaben der Banker lag in den vergangenen zwei Dekaden der jährliche Zuwachs der neuseeländischen Milchproduktion im Schnitt bei 4,1 %. In den Milchwirtschaftsjahren 2015/16 und 2016/17 war die Erzeugung jedoch um 1,6 % beziehungsweise 1,0 % rückläufig, wofür die niedrigen Erzeugerpreise und zuletzt auch ungünstige Weideverhältnisse verantwortlich waren. Mittlerweile habe sich jedoch der Produktzyklus gedreht und die wieder gestiegenen Preise ließen in der laufenden Saison 2017/18 ein Milchplus zwischen 2 % und 3 % erwarten, so die Analysten. Für den folgenden Fünfjahreszeitraum rechnen sie jedoch nur noch mit einem jährlichen Zuwachs der Milcherzeugung um durchschnittlich 1,6 %. Als Expansionsbremse würden vor allem Umweltauflagen und notwendige Genehmigungen zum Ressourcenverbrauch wirken.