Die Philippinen sind erstmals von einem Ausbruch der hochpathogenen aviären Influenza vom Typ H5 betroffen. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums in Manila wurde die Tierseuche offiziell am vorletzten Freitag bestätigt, nachdem zuvor im 60 km nördlich von der Hauptstadt gelegenen Ort San Luis rund 37 000 Stück Geflügel verendet waren. Insgesamt sollen nun rund 200 000 Tiere in einem Umkreis von 1 km um den Ausbruchsherd herum gekeult werden. Zudem gibt es Restriktionszonen und Verbringungsverbote. Die Landwirte sollen dafür vom Staat entschädigt werden. Der philippinische Landwirtschaftsminister Emmanuel Pinol berichtete gegenüber der Presse, dass bereits im Juli Tiere verendet seien, doch hätten die Tierhalter die Geflügelpest nicht erkannt. Pinol betonte, dass es bisher keine Übertragungen auf den Menschen gegeben habe. Presseberichten zufolge reagierten die Verbraucher in Manila mit einem Konsumverzicht von Eiern und Geflügelfleisch auf den Ausbruch der Tierseuche; die Preise hätten spürbar nachgegeben.