35 - Milchviehbestand abgestockt

Die niederländischen Milcherzeuger sind mit der Umsetzung des im vergangenen Jahr beschlossenen Branchenplans zur Verringerung der Phosphatemissionen durch Wirtschaftsdünger auf einem guten Weg. Das geht aus einem Brief hervor, den der für die Landwirtschaft zuständige Staatssekretär vom Wirtschaftsministerium, Martijn van Dam, an die Zweite Kammer des niederländischen Parlaments gerichtet hat. Demnach sind die Phosphatemissionen der Milchviehbetriebe im ersten Halbjahr 2017 nach Berechnungen des niederländischen Statistikamtes (CBS) um 8,3 Mio. kg gesunken. Damit wurde die angepeilte Minderungsvorgabe von 8,2 Mio. kg Phosphat eingehalten. Ziel der Niederlande ist es, bis zum Jahresende die Obergrenze der Europäischen Union für die landesspezifischen Phosphatemissionen von 172,9 Mio. kg wieder einzuhalten, die 2016 überschritten worden war. Andernfalls drohen dem Sektor Sanktionen der EU-Kommission mit Blick auf die landesspezifische Ausnahmeregelung bei der Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie. Zu dem guten Zwischenergebnis trug nach Angaben von van Dam vor allem die Abstockung des Milchkuhbestandes im ersten Halbjahr um 160 000 Tiere oder 9 % auf rund 1,6 Mio. Stück bei.  Dadurch sei die Phosphatmenge um 5,4 Mio. kg zurückgeführt worden.